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Hitzeinseln ohne Karibik-Flair: Klimafolgen in urbanen Räumen

Aktualisiert: 10. Okt. 2022

Klimaanpassung, also die Anpassung unserer Städte und Verhaltensweisen an die Klimawandelfolgen, sorgt für die Zukunftsfähigkeit unserer Lebensorte. Denn Auswirkungen von Starkregen, extremen Hitzeperioden und langanhaltende Dürren sind bereits heute für die meisten Menschen zu spüren.

Urbane Regionen haben eine hohe Bevölkerungsdichte, durch ihre autozentrierte Infrastruktur und Bauweise zu viele Verkehrsemissionen, Abwärme von Gebäuden und Fahrzeugen sowie versiegelte Flächen, die zusätzliche Hitze ausstrahlen. Die dadurch entstehenden Zonen nennt man “Hitzeinseln“. Im Jahresmittel sind Städte rund 2°C wärmer als das weniger bebaute Umland; in Einzelfällen kann die Differenz sogar bis zu 14 Grad betragen. Auch Tropennächte (über 20°C) kommen überdurchschnittlich oft in Städten vor.


Grau versus grün


Frankfurt forscht: Begrünung macht das Klima auf städtischen Plätzen im Sommer erträglicher

Ein Studierendenteam der Goethe Universität hat eine mikroklimatische Untersuchung am Riedberg angestellt. Dabei ging es um die Wirkung von Begrünung. An zwei Plätzen, dem versiegelten Riedbergplatz und dem begrünten Ewald-Heinrich-von-Kleist-Platz, wurden die Temperaturen untersucht, um Aussagen über den Beitrag von Stadtgrün zur Senkung der Temperaturen im öffentlichen Raum treffen zu können. Tatsächlich konnte belegt werden, dass die Oberflächentemperatur des Bodens am Riedbergplatz dauerhaft über der des Ewald-Heinrich-von-Kleist-Platzes lag, durchschnittlich war der Boden 8 °C wärmer. Die höchste gemessene Temperaturdifferenz lag bei 13,5 Grad. Die jungen Forscher*innen sprechen bei einer Spitzentemperatur von 69,7 Grad, die an einer Bank am Riedbergplatz gemessen wurde, von einer „lebensfeindlichen Umwelt“. (mehr lesen)

Mehr Wissenshäppchen unter "Begrünen".



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